Kaum ein Makronährstoff wurde schon so oft verteufelt, wie Kohlenhydrate. Noch immer stehen manche Menschen regelrecht auf Kriegsfuß mit den Energielieferanten. Bei einigen Personen macht sich sogar Angst und Schrecken bemerkbar, wenn sie Kohlenhydrate nach 18 Uhr essen sollen. Andere wiederrum haben strikte Regeln, welche Kohlenhydrate “gut” und welche “schlecht” sind. Man sieht also ganz klar, “Carbs” werden gemobbt, gehänselt und nicht wirklich für das geschätzt, was sie eigentlich Gutes tun. Dabei können uns Kohlenhydrate bei so vielen Dingen helfen, vor allem als Sportler!

Kohlenhydrate sind überall

Was sind die ersten Lebensmittel, die Dir in den Sinn kommen, wenn Du an Kohlenhydrate denkst? Höchst wahrscheinlich sind es Nahrungsmittel wie Nudeln, Brot, Reis oder Müsli. Doch tatsächlich stecken “Carbs” in noch vielen weiteren Dingen. Auch Obst, Gemüse und einige Milchprodukte enthalten eine Menge Kohlenhydrate. Im Grund kann der Körper übrigens so ziemlich jedes Nahrungsmitteln in Zucker, sprich Kohlenhydrate umwandeln. Schließlich ist das die Hauptenergiequelle für alle Mechanismen im menschlichen Organismus!

Was machen “Carbs” eigentlich?

Eigentlich sagst man, “Carbs” seien nicht essentiell um überleben zu können. Da der Körper allerdings Zucker benötigt um zu funktionieren, ist das sicherlich nicht ganz richtig. Wie bereits erwähnt, würde der menschliche Organismus bei der Abwesenheit von Kohlenhydraten einfach Eiweiß in Zuckermoleküle umwandeln. Sofern dieses nicht aus der Nahrung vorhanden ist, geht es eben an die Muskelmasse. Nicht umsonst schreibt man “Carbs” auch eine “muskelschützende” Funktion zu.

Unser Gehirn braucht außerdem mindestens 100 Gramm Kohlenhydrate täglich um überhaupt richtig funktionieren zu können. Wer immernoch “Angst” vor “Carbs” hat, der sollte sich einmal vor Augen führen, dass diese genauso viele Kalorien haben, wie Eiweiß. Wieso hat man aber hiervor nie “Panik”? Immerhin geben Kohlenhydrate dem Körper viel schneller und besser Energie und Power. Und falls wir zu viele davon essen, werden sie einfach in der Muskulatur als Glykogen gespeichert. Auf den Pump im nächsten Training darf man sich dann definitiv freuen! Gerade als Sportler braucht man also keine Angst haben, dass der Überschuss an Kohlenhydrate direkt als Fett gespeichert wird!

 

“Langsame” und “schnelle”?

Der ein oder andere, der sich mit Ernährung ein wenig auseinandergesetzt hat, wird vermutlich wissen, dass man zwischen komplexen und einfachen Kohlenhydraten unterscheidet. Sie werden umgangssprachlich auch gerne als “schnelle” beziehungsweise “langsame” “Carbs” betitelt. Der Unterschied liegt hier bei der Struktur der Zuckermoleküle. Einfachzucker kann der Körper schneller aufnehmen. Sie gelangen dadurch auch einfacher in den Blutkreislauf und sorgen für einen direkten Insulinausstoß. Komplexe Kohlenhydrate werden dagegen langsamer verdaut und sorgen nicht für derartige “Sprünge” beim Insulin. Dementsprechend dauert es auch länger, bis die Energie aus diesen “Carbs” aufgenommen wird.

Gerade nach dem Sport sind daher Einfachzucker vorteilhafter, um die Muskulatur schnellstmöglich wieder mit Energie zu versorgen. Vor einer harten Trainingseinheit sollte man dagegen eher zu komplexen Kohlenhydraten greifen. Sie versorgen Dich langfristiger mit Power und es besteht keine Gefahr während des Workouts zu unterzuckern.

Fazit

Wir hoffen, es wurde nun klar, dass es keine “guten” und “schlechten” Kohlenhydrate gibt. Genauso wenig sind “Carbs” pauschal zu verteufeln. Wie wichtig dieser Makronährstoff, gerade für Sportler, ist, darf man nicht vergessen. Bevor man also auf eine “Low Carb”-Diät umsteigt, sollte man lieber überdenken, welche Ziele man verfolgt und ob diese Methodik wirklich sinnvoll ist.

 

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