Wer an Gewicht zunimmt, ist zugleich damit konfrontiert, dass sich die überschüssigen Kilos ansetzen, wo sie wollen. Für Männer ist dies oftmals eine Qual, denn nicht selten passiert es, dass die Brüste bei einer Gewichtszunahme oder beim Steroidmissbrauch wachsen. Die sogenannte Pseudogynäkomastie stellt für viele Betroffene eine emotionale Belastung dar, da der unerwünschte Männerbusen nicht als maskulin gilt. In diesem Artikel erfährst du, alles Wissenswerte über dieses Phänomen und zugleich, wie du der Männerbrust den Kampf ansagen kannst!

Das Auftreten einer Männerbrust kann unterschiedliche Ursachen haben, welche im Zweifelsfall von einem Arzt eruiert werden sollte. Denn nicht immer entsteht eine Männerbrust aufgrund einer Gewichtszunahme, wie beispielsweise die Gynäkomastie. Im Fachgebrauch wird daher zwischen einer "echten" Gynäkomastie und einer Pseudogynäkomastie unterschieden.

Was ist eine Gynäkomastie?

Eine "echte" Gynäkomastie zeichnet sich durch das Vorhandensein von Brustdrüsengewebe beim Mann aus. Hierbei sind hinter dem Warzenhof sogenannte "Brustgewebsnester" nachweisbar, welche unter dem Einfluss von weiblichen Sexualhormonen an Größe zunehmen können. Die Ursachen für die Entstehung einer Gynäkomastie sind unterschiedlich und reichen von "normalen Veränderungen" wie beispielsweise dem Brustwachstum in der Pubertät bis hin zur pathologischen (krankhaften) Gynäkomastie aufgrund eines Mangels an männlichen Hormonen. Ebenso können chronische Erkrankungen wie beispielsweise eine Leberzirrhose ein Auslöser für eine Gynäkomastie darstellen. Die Behandlung ist unterschiedlich und hängt mitunter davon ab, wie stark die Gynäkomastie ausgeprägt ist. In erster Linie wird dieses unerwünschte Brustwachstummedikamentös behandelt, indem den Betroffenen männliche Hormone zugeführt werden. Schlagen diese nicht an, kann es notwendig sein, das Brustdrüsengewebe operativ zu entfernen.

Männerbusen durch Fettzunahme

Im Gegensatz zur Gynäkomastie handelt es sich bei der Pseudogynäkomastie (auch Lipomastie genannt) um ein Phänomen, welches im direkten Zusammenhang mit der Zunahme des Fettanteils in Verbindung steht. Das heißt zugleich, dass du die unerwünschte Männerbrust dementsprechend wieder "loswerden" kannst. Wie das am besten klappt, erfährst du hier:

1. Baue überschüssiges Fett ab

Bei der Brust handelt es sich größtenteils um Fettgewebe, das heißt, dass du dieses mithilfe einer anständigen Diät reduzieren kannst. Damit dein Körper anfängt, das überschüssige Fett abzubauen, musst du für ein Kaloriendefizit sorgen. Dieses entsteht, sobald du mehr Kalorien verbrennst, als du zu dir nimmst. Du kannst das Kaloriendefizit am besten erreichen, wenn du eine ausgewogene Diät mit einem anständigen Work-out kombinierst.

2. Betreibe Kraft- und Cardiotraining

Um den Männerbusen zu reduzieren, ist in erster Linie der Abbau von überschüssigem Fett erforderlich. Diesen Prozess kannst du mit Cardiotraining unterstützen, denn dadurch wird dein Fettverbrennungsprozess beschleunigt. Zusätzlich solltest du gezielte Brustmuskelübungen in deinen Trainingsplan integrieren, denn diese helfen dir, deine Männerbrust zu stärken und zu formen. Folgende Übungen solltest du daher ebenfalls in deinen Trainingsplan integrieren:

- Plyo-Liegestütze
- Hantel-Bankdrücken (Dumbbell Bench Press)
- Liegestütze mit erhöhten Beinen (Feet-Elevated Pushup)
- Bankdrücken
- Crossover-Liegestütze

3. Stärke deine Rückenmuskulatur

Ein solides Krafttraining baut darauf auf, alle Muskelgruppen zu stärken, denn damit wird Ungleichgewichten vorgebeugt. Wenn du den Fokus nur auf deine Brustmuskulatur legst und deinen Rücken nicht trainierst, kann es zu Fehlhaltungen des Körpers, wie beispielsweise nach vorne hängende Schultern, kommen. Auch wenn du in erster Linie deine Männerbrust"bearbeiten" möchtest, solltest du keinesfalls die anderen Muskelgruppen vernachlässigen!

4. Gut Ding braucht Weile

Du kannst das überschüssige Fett zwar loswerden, behalte jedoch im Hinterkopf, dass dies mitunter ein langwieriger Prozess sein kann. Ebenso ist es (leider) nicht möglich, das Fett an gezielten Bereichen abzubauen. Um der Männerbrust den Kampf anzusagen, ist daher Durchhaltevermögen erforderlich, denn gut Ding braucht Weile!

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