Einer der größten Irrglauben in unserer Bevölkerung ist definitiv, dass bestimmte Kohlenhydratquellen dick machen. Kein anderer Makronährstoff wurde so oft diskutiert, wie dieser Energielieferant. Im Zusammenhang mit “Low Carb”-Diäten und Abnahm-Gurus hat man Kohlenhydrate fast schon verteufelt. Kein Wunder also, dass noch immer in manchen Köpfen verankert ist, dass man direkt zunimmt, wenn man kohlenhydrathaltige Lebensmittel nach 18 Uhr isst, obwohl man doch eigentlich wissen sollte, dass Nahrungsmittel nicht wissen, wie spät es ist…

Wenn man die Physiologie des Menschen berücksichtigt, sollte man allerdings schnell feststellen, dass die Angst vor Kohlenhydraten unbegründet ist. Sie sind weder der Grund dafür das man zunimmt, noch das man abnimmt. Beides hängt am Ende des Tages nämlich mit der Kalorienbilanz zusammen. Wer in einem Defizit ist, nimmt ab und wer mehr isst, als er verbraucht, nimmt zu. Um es noch einmal zu betonen: dabei ist es egal, ob der Überschuss von Kohlenhydraten kommt, oder nicht

Kohlenhydrate als geheimer Diäthelfer

Nachdem wir nun also wissen, dass Kohlenhydrate keines Wegs Diäterfolge sabotieren, gehen wir sogar noch einen Schritt weiter und sagen, dass sie in einer Diät sogar als Geheimwaffe eingesetzt werden können! Wie bereits erwähnt, liefert uns dieser Makronährstoff vor allem eins: Energie. Vor allem in einer Diät ist das Gold wert. Wer in einem Kaloriendefizit sämtliche Kohlenhydrate aus der Ernährung streicht, wird sicher schneller mit Stimmungsschwankungen, Heißhungerattacken und Gewichtsplateaus zu tun haben, als ihm lieb ist. Schließlich sind es die Kohlenhydrate, die den “Ofen” des Körpers zum brennen bringen. Auch für den Stoffwechsel sind sie also essentiell. Allerdings sollte man hier hauptsächlich auf komplexe Kohlenhydrate setzen. Sie halten den Blutzuckerspiegel konstant und bringen zudem eine Menge Ballaststoffe mit, die für ein gutes Sättigungsgefühl sorgen.

Die besten Kohlenhydratquellen, die Du in Deine Diät mit einbauen solltest, haben wir im Folgenden für euch Dich aufgelistet:

#1 Gerste

Dieses Getreide zählt sicherlich nicht unbedingt zu den üblichen Kohlenhydratquellen. Doch Gersten Graupen enthalten eine Menge Ballaststoffe und Mirkonährstoffe, die dem Körper besonders in einem Kaloriendefizit nähren können. Eine durchschnittliche Portion zubereitete Gerste liefert nämlich schon 20 bis 25 Prozent des täglichen Ballaststoffbedarfs. Damit bleibt man lange satt und umgeht unschöne Schwankungen des Blutzuckerspiegels.

#2 Grüne Erbsen

Viele würden Erbsen vielleicht in die Kategorie “Gemüse” einordnen. Mit einem Kohlenhydratanteil von rund 13 Gramm pro 100 Gramm, kann man sie jedoch schon als Kohlenhydratquelle bezeichnen. Das Tolle an der Gemüsesorte ist ihre Vielseitigkeit. Neben wichtigen Kohlenhydraten liefern Erbsen nämlich auch Proteine, Mikronährstoffe und Ballaststoffe. Satte 7 Gramm Eiweiß stecken in 100 Gramm grüne Erbsen. Zusätzlich beinhaltet das Gemüse rund 6 Gramm Ballaststoffe und 12 Prozent des Tagesbedarfs an Zink. Als wäre das noch nicht genug, sorgt dieses Nahrungsmittel auch dafür, den Leptinspiegel im Körper aufrecht zu halten. Heißhunger-Attacken sollten damit dann kein Problem mehr darstellen.

#3 Kürbis

Im Herbst und Winter gibt es wohl keine bessere Kohlenhydratquelle, wie Kürbis. Das Gemüse liefert nicht nur wichtige Mikronährstoffe, sondern auch eine Menge Ballaststoffe und Spurenelemente. Da der Geschmack an Süßkartoffeln erinnert, ist Kürbis in einer Diät sicherlich ein wahrer Geheimtipp. Wer einmal Kürbisspalten im Ofen gebacken hat, weis, wie lecker abnehmen schmecken kann! Hungern muss man damit auch nicht!

#4 Selbstgemachtes Popcorn

In den meisten Supermärkten findet man inzwischen Popcorn zum Selbstmachen. Dadurch spart man sich ungewünschtes Fett und hat einen sättigenden Snack. Immerhin sind die Nährwerte von gepopptem Mais ansonsten absolut Diät-freundlich. Eine 50 Gramm Portion beinhaltet rund 175 Kalorien, 32 Gramm Kohlenhydrate, 4 Gramm Eiweiß, knapp 2 Gramm Fett und sogar beinahe 5 Gramm Ballaststoffe. Verfeinert mit Flavour-Drops, Zimt oder Salz kommt die Leckerei an das Original aus dem Kino heran und bereichert so jede Diät!

#5 Quinoa

Eine weitere, relativ unbekannte Getreidesorte ist Quinoa. Viele Veganer schätzen diese Kohlenhydratquelle bereits aufgrund des hohen Eiweiß- und Aminosäurengehalts. Auch in einer Diät kann das ein echter Geheimtipp sein. Schließlich hat man nicht nur durch den guten Ballaststoffgehalt, sondern auch aufgrund des Proteinanteils ein enorm gutes Sättigungsgefühl und fühlt sich selbst bei einem Kaloriendefizit befriedigt.

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