In diesem Artikel gehe ich auf die Anzeichen von Glutenunverträglichkeit ein.

Getreide ist für unseren Körper evolutionsbiologisch gesehen relativ neu, da es bis vor 5000-10.000 Jahren kein Hauptbestandteil unserer Ernährung war, so wie das heute der Fall ist.

Es können mehr als 55 Krankheitsbilder mit einer Glutenunverträglichkeit in Verbindung gebracht werden. Gluten findet man hauptsächlich in Weizen, Roggen, Hafer und Gerste. Es wird geschätzt das 99% der Leute die eine Glutenunverträglichkeit haben oder eine chronische Verdauungsinsuffizienz – Probleme mit der Verdauung schon seit Jahren – nie diagnostiziert werden.

Falle ich auch darunter?

Wenn du eines der folgenden Symptome hast, könnte es gut möglich sein das du eine Glutenintoleranz hast:

  1. Verdauungsblopleme wie Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Vorallem bei Kindern tritt häufig Verstopfung nach dem Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln auf.
  2. Schwaches Immunsystem und damit leichte Anfälligkeit für Krankheiten.
  3. Hautprobleme wie unerklärlicher Juckreiz oder auch Autoimmun Reaktionen wie Schuppenflechte.
  4. Psychologische Symptome wie Depressionen, Mutlosigkeit, Launische Stimmungen.
  5. Konzentrationsprobleme und Motivationslosigkeit.
  6. Kopfschmerzen – oft Migräneartig.
  7. Chronische Müdigkeit die scheinbar keine Ursache hat, Schlappheit, keine Ausdauer, Kraftlosigkeit.
  8. Entzündungen, Schmerzen in den Gelenken z.B. Finger, Knie oder Hüfte. Gliederschmerzen und Rheumatische Erscheinungen.
  9. Eisenmangel und blasse Haut bis hin zu Blutarmut.
  10. Reibeisenhaut: Das ist eine Verhornungsstörung der Haarfollikel, die am Häufigsten an Oberarmen und Oberschenkeln auftritt. Das tritt auf bei einem Fettsäuren Defizit und Vitamin A Defizit. Zusätzlich wird dieses Symptom durch eine geschädigte Darmwand verstärkt.

Wie schätzt man eine Glutenunverträglichkeit richtig ein?

Viele dieser Symptome werden in der Schulmedizin nicht mit der Ernährung in Zusammenhang gebracht. Wenn ihr euch in der Liste wiederfindet, empfehlen wir den Arzt darauf anzusprechen und euch auf ein Glutenunverträglichkeituntersuchen zu lassen. Durch den Nachweis bestimmter Antikörper im Blut und die Untersuchung der Dünndarmschleimhaut kann mit hoher Sicherheit eine Zöliakie diagnostiziert werden. Hier wird entweder die Dünndarmschleimhaut oder das Blut auf Antikörper untersucht. Die Diagnose einer Glutensensitivität (oder auch Weizensensitivität genannt) ist nach Ausschluss einer Zöliakie möglich.

Achtung: Wenn ihr schon länger als 6 Wochen auf Gluten verzichtet, sind diese Tests nicht mehr ausführbar, da dann bereits keine Antikörper im Blut gefunden werden können. Außerdem gilt zu beachten, dass sehr selten alle oben genannten Symptome gleichzeitig auftreten. Die meisten Menschen weisen nur einige Anzeichen auf und die Stärke der Ausprägung ist ebenfalls sehr individuell. Bei einer Zöliakie schaden selbst kleinste Mengen von glutenhaltigen Lebensmitteln der Gesundheit. Die Regenerierung des Körpers und damit das Abklingen von Symptomen kann mehrere Monate dauern.  Bei einer Glutensensitivität klingen die meisten Symptome innerhalb weniger Tage nach der Ernährungsumstellung ab.

Hier sind ein paar Getreidesorten die man ohne bedenken essen kann: Brauner Reis (Reismehl, Reisnudeln etc.) Quinoa, Buchweizen (Buchweizenmehl), Amaranth uvm.

Damit ihr Glutenfreie Produkte auf im Supermarkt oder im Reformhaus finden könnt sind diese meistens mit folgenden Symbolen versehn:

300px-Glutenfreie_Lebensmittel

 

Wie geht man mit einer Glutenunverträglichkeit um?

Ihr müsst Gluten zu 100% aus eurer Ernährung entfernen. Das ist die einzige Möglichkeit. Sogar kleine Mengen von Gluten in Nahrungsergänzungsmitteln oder in normaler Nahrung kann eure Fitness und eure Leistung total beeinflussen.

Die Regel, dass man ab und zu mal zulangen kann, trifft hier leider nicht zu.Wenn du mehr über Ernährung und Training wissen willst, gibt es mehr in meinem kostenlosen Trainingsplan zu erfahren.


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