Auch wenn es in unserer heutigen Zeit nahezu alle Informationen gibt, die Du benötigst, um Muskeln aufbauen zu können, machen viele Beginner noch immer essentielle Fehler. Daraus lernt man sicherlich auch, aber trotzdem kosten unvorteilhafte Verhaltensmuster diejenigen eine Menge Zeit. Schließlich stehen sich die meisten dabei einfach nur selbst im weg, sind ängstlich oder uninformiert. Das muss nicht sein! Deshalb haben wir drei der fatalsten Fehler zusammengetragen. Jeder, der erst kürzlich mit dem Krafttraining angefangen hat sollte sich diese Punkte zu Herzen nehmen! Gleichzeitig können aber auch erfahrene Sportler, die das Gefühl haben zu stagnieren von diesen Tipps profitieren. Vielleicht ist ja einer der Aspekte dafür verantwortlich, dass Du gerade nicht weiter kommst!

Beginner, Fortgeschrittener oder Profi?

Bevor wir in die Thematik einsteigen, sollten wir erst einmal klären, wen wir als Beginner bezeichnen, wen als Fortgeschrittener und wen als Profi. Oft fangen die ersten Fehler nämlich schon bei dieser Kategorisierung an. Häufig überschätzen sich Bodybuilder und meinen, dass sie nach ein oder zwei Trainingsjahren schon Profis sind. Dem ist leider nicht so! Selbst als Fortgeschrittenen kann man einen Trainierenden nicht nach 2 Jahren Training bezeichnen. Es tut uns ja leid, aber nur weil Du regelmäßig ins Fitnessstudio gehst und Gewichte bewegst, bedeutet das nicht, dass Du über alles Bescheid weist.

Ein Fortgeschrittener sollte mindestens 3 Jahre Trainingserfahrung aufweisen können. Hierbei meinen wir allerdings qualitative Jahre, in denen derjenige einen festen Trainingsplan befolgt hat, diesen bestenfalls auch dokumentiert hat und auf eine entsprechende Ernährung geachtet hat.

Wie Du also siehst, sind weitaus mehr Fitnessstudiobesucher in die Kategorie “Anfänger” einzuordnen, als man denken würde! Genau deshalb sieht man folgende Fehler auch so häufig in den örtlichen Gyms…

#1 Angst vor dem Zunehmen

Klar, keiner nimmt gerne Fett zu und normalerweise hat man auch immer ein etwas mulmiges Gefühl, sobald die Zahl auf der Waage nach oben schießt. Doch wer Kraft und Muskeln aufbauen will, sollte sich mit diesem Zustand besser abfinden! Zunehmen ist Pflicht, vor allem in den ersten Trainingsjahren. Idealerweise sollte man hier nämlich bis zu 12 Kilogramm zulegen! Ja, 12 (!) Kilogramm! Natürlich wird hierbei auch ein wenig Speck mit dabei sein, dafür hat man allerdings auch ein “anaboles Milieu” mit dem man deutlich besser auch Muskelmasse zulegen kann.

Je erfahrener ein Kraftsportler ist, desto weniger nimmt er in der Regel pro Jahr zu. Gerade deshalb sollte man die erste Zeit ausnutzen, in der man noch so viel Muskelmasse aufbauen kann!

#2 Nicht genug Trainingsvolumen

Gerade in letzter Zeit wurde das Thema “Trainingsvolumen” beinahe von jedem bekannten YouTuber in ein Video gepackt. Wer sich damit nicht wirklich auskennt ist sicherlich mehr als verwirrt. Um die Message, die “Fitness YouTube” verbreitet einmal zusammenzufassen: Trainingsvolumen ist entscheidend für den Muskelaufbau, für die Progression und für die Gains. Allerdings ist zu viel Volumen wieder schädlich und kann zu Muskelverlust und Übertraining führen. Deshalb ist es wichtig, dass man nicht bis zum Muskelversagen trainiert.

Alles klar!? – Wahrscheinlich nicht! Immerhin kann man diese Aspekte als Anfänger nicht wirklich einschätzen. Aus “Angst” zu viel zu machen, trainieren viele (vor allem Beginner) unter ihrem Niveau. Doch gerade als Einsteiger kann man mehr Volumen vertragen, als man glaubt. Deshalb sollte man sich auch ruhig an Grenzen wagen und sich darüber hinaus pushen!

#3 DIE Übung für Gains!

….gibt es leider nicht! Wieder einmal müssen wir den ein oder anderen aus seiner Traumwelt herausreißen. Auch wenn es wirklich fantastisch wäre, wenn eine Übung entscheidend für die ultimativen “Gains” wäre, so “einfach” ist es nicht. Aber das ist im Grunde auch eine gute Nachricht. Schließlich kommt nicht jeder mit allen Übungen gleich gut klar. Die individuelle Anatomie spielt hier eine entscheidende Rolle. Genau deshalb solltest Du Deine individuellen Vorraussetzungen auch immer mit in Betracht ziehen. Nur weil Du gehört hast, das Kniebeugen ein Muss sind, um Muskulatur in den Beinen aufzubauen, heißt das nicht, dass das auch für Dich ideal ist. Möglicherweise ist Dein Körperbau viel besser für eine Beinpresse oder Kreuzheben geeignet.

Falls Du relativ lange Unterarmknochen hast, könnte es beispielsweise auch sein, dass herkömmliches Bankdrücken über einen längeren Zeitraum zu Schulterproblemen führt. In dem Fall bist Du vielleicht besser mit einer Brustpresse beraten, auch wenn Du irgendwo aufgeschnappt hast, dass man unbedingt Bankdrücken machen muss.

Lass Dich von solchen “Klischees” nicht beeinflussen, sondern höre auf Deinen Körper. Wenn es sich gut anfühlt, ist es das wahrscheinlich auch. Und wenn es sich eben nicht gut anfühlt, solltest Du es auch nicht erzwingen!

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