Von Vegetariern und Veganern hat man schon viel gelesen. Vielleicht kennst du Menschen, die Freeganer sind. Doch hast du schon von Frutariern gehört? Auch bei ihnen steht der Name für ein ganz spezielles Ernährungskonzept. Bei Vegetariern weiß man, dass sie Pflanzen wie Getreide und Hülsenfrüchte, aber auch Milch und Honig verzehren. Auf Rezepte mit Fleisch verzichten vegetarisch lebende Menschen. Frutarier haben Rezepte, die noch weitaus strikter sind, als nur auf tierische Produkte zu verzichten. Warum Menschen Frutarier sind und was Frutarier essen, erkläre ich dir in diesem Beitrag.

Was essen Frutarier?

Frutarier
Frutarier werden auch als “Fruktarier” oder “Frutaner” bezeichnet. Ihre Ernährungsweise sieht vor, sich nur von pflanzlichen Produkten zu ernähren, deren Ernte nicht die Ursprungspflanze beschädigt. Kurz gesagt befolgen Frutarier Rezepte, die in der Hauptsache Obst, Nüsse und Samen beinhalten. Beim Gemüse gibt es nur spezielle Sorten, die erlaubt sind. So sind Tomaten, Paprika und Gurken in Ordnung, während Wurzelgemüse oder Salat nicht auf dem Speiseplan stehen. Hülsenfrüchte und Beeren sind wiederum Teil einer frutarischen Ernährung. Es gibt keine genauen Zahlen, doch man schätzt, dass die Anzahl der rein frutarisch lebenden Menschen hierzulande im Jahr 2017 gering ist. Wenn dich interessiert was Pescetarier, Veganer und Flexitarier usw essen, dann lies unbedingt meinen anderen Artikel. Hier gehe ich noch genauer auf die verschiedenen Ernährungsformen ein.

Gründe für Fruganismus

Nun stellt sich die Frage, warum der Frutarier seine Rezepte auf eine so überschaubare Zutatenliste einschränkt. Hinter dem, was Frutarier essen, steht eine ähnliche oder sogar striktere Ethik wie bei Veganern. So wollen Frutarier nicht, dass irgendein Lebewesen wegen ihnen leiden oder sterben muss. Doch verzichten sie mit ihrer Ernährung auf noch viel mehr, als Vegetarier und Veganer. Sie möchten absolut vermeiden, dass Pflanzen beschädigt oder umgebracht werden. Deswegen ernähren sie sich nur von dem, was die Pflanzen freiwillig abwerfen. Es gibt allerdings viele unterschiedliche Strömungen innerhalb der Szene der Frutarier. So sind manche sehr strikt und ernähren sich nur von Früchten, die auf den Boden gefallen sind. Andere essen sogar Getreide, da es ihrer Ansicht nach bei der Ernte schon tot ist. Ebenso uneinheitlich ist die Ansicht zu Honig und Ölen.

Mikronährstoffe bei frutarischer Ernährung

Da die Auswahl an Lebensmitteln für einen Frutarier je nach Strengegrad sehr beschränkt ist, läuft er Gefahr, bestimmte Vitamine nicht oder nur unzureichend zu sich zu nehmen. So kommt beispielsweise Vitamin B12 nur in tierischen Produkten wie Milch oder Eiern vor. Auch in Hinsicht auf Eisen, Zink, Kalzium und Jod laufen Frutarier Gefahr, zu wenig zu sich zu nehmen. Gerade Frauen haben häufig einen Eisenmangel, selbst wenn sie Flexitarier sind oder sich von Vollkost ernähren. So ist eine Nahrungsergänzung für Frutarier dringend empfohlen. Entsprechende Präparate zur Nahrungsergänzung, zum Beispiel mit B12, gibt es in Apotheken zu kaufen.

Proteine und Muskelaufbau beim Frutarier

Proteine kommen bereits bei veganer Ernährung oft zu kurz. Wenn man betrachtet, was Frutarier essen, wird die Auswahl an Proteinlieferanten noch geringer. Um einer Unterversorgung vorzubeugen, müssen Frutarier bei Rezepten auf viele Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen achten. Kichererbsen, Linsen und Bohnen sind mit die besten pflanzlichen Lieferanten für Proteine. Der Muskelaufbau beim Frutarier ist aufgrund dieses Defizits in seiner Ernährung erschwert und deshalb solltest du unbedingt ein Reisprotein Isolat oder Erbsenprotein zusätzlich nach dem Training zu dir nehmen.Gerade magere Muskelmasse benötigt viele Proteine und Aminosäuren und deshalb ist das vegane Proteinpulver eine sehr wichtige Komponente. Eiweißshakes sind eine sinnvolle Nahrungsergänzung für Frutarier und man kann mittlerweile qualitativ sehr hochwertiges veganes Protein überall im Internet erwerben. Inwiefern man jedoch sicher stellen kann, dass dieses für Frutarier geeignet ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt bis jetzt kein offizielles Siegel für frutarische Lebensmittel auf dem europäischen Markt (Stand Mai 2017).

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